Modellvergleich
Sieben digitale Geschäftsmodelle im Vergleich
Was kostet der Start, wie viel Zeit brauchst du, musst du dich zeigen? Die Tabelle stellt sieben Modelle nebeneinander. Fünf davon gewichtet der 9-Fragen-Check nach deinem Profil. Micro-SaaS und E-Commerce brauchen meist mehr Budget und fehlen deshalb im Check.
Stand: 13.09.2026 · 8 Min. Lesezeit · Redaktion nebenbei.digital
| Modell | Startkosten | Zeit pro Woche | Skalierbarkeit | Vorkenntnisse | Gesicht zeigen |
|---|---|---|---|---|---|
| Affiliate Marketing | ca. 0–300 € | 5–10 Std. | hoch, über Inhalte und Suchmaschinen | Inhalte erstellen, Grundlagen SEO oder Social Media | nicht nötig |
| Digital Reselling | ca. 50–500 € | 5–10 Std. | mittel, Margendruck | Vertrieb, Lizenzen lesen | nicht nötig |
| Freelancing | ca. 0 € | nach Auftragslage | gering, Zeit gegen Geld | eine gefragte Fähigkeit | meist ja |
| Digitale Produkte | ca. 100–1.000 € | 5–10 Std. plus Vorlauf | hoch, einmal erstellen, oft verkaufen | Fachwissen, Publikum aufbauen | optional |
| Faceless Content | ca. 0–200 € | mehrmals pro Woche | hoch, aber plattformabhängig | Disziplin beim Veröffentlichen | nein |
| Micro-SaaS | ca. 500–5.000 € | meist über 10 Std. | hoch, wiederkehrende Einnahmen | Softwareentwicklung | nein |
| E-Commerce | ca. 500–5.000 € | meist über 10 Std. | mittel, Kapital in Ware gebunden | Einkauf, Logistik | nein |
Affiliate Marketing
Du empfiehlst Produkte anderer Anbieter über eigene Inhalte, etwa Vergleiche, Videos oder Posts, und erhältst bei einem Verkauf eine Provision. Ein eigenes Produkt brauchst du nicht.
Dafür spricht
- kein eigenes Produkt, kein Kundensupport
- Inhalte wirken lange nach
- niedriges Startbudget
Dagegen spricht
- Einnahmen meist erst nach Monaten
- Anbieter können Provisionen senken
- starke Konkurrenz in beliebten Themen
Erster Schritt: Thema festlegen und drei Partnerprogramme vergleichen.
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Digital Reselling
Du verkaufst digitale Produkte weiter, für die du ein Wiederverkaufsrecht hast, oder vermittelst sie gegen Provision. Es kommt auf Lizenz und Marge an.
Dafür spricht
- schnell startklar
- kein eigenes Produkt
- Preis teils selbst bestimmbar
Dagegen spricht
- Lizenzfragen und Plattformregeln
- Margendruck durch viele gleiche Angebote
- Support-Anfragen landen oft bei dir
Erster Schritt: drei Lizenzen lesen und Marge rechnen.
Vertiefung: Digital Reselling
Freelancing
Du verkaufst eine Fähigkeit als Dienstleistung: Texte, Grafik, Buchhaltung, Programmierung.
Dafür spricht
- Einnahmen ab dem ersten Auftrag
- kaum Startkosten
- gut neben dem Job planbar
Dagegen spricht
- Zeit gegen Geld
- Akquise kostet Energie
- Kundentermine kollidieren mit dem Hauptjob
Erster Schritt: eine Leistung mit Preis formulieren und drei Kontakten anbieten.
Digitale Produkte
E-Books, Vorlagen, Mini-Kurse: einmal erstellt, beliebig oft verkauft.
Dafür spricht
- skalierbare Marge
- du bestimmst Preis und Inhalt
Dagegen spricht
- lange Vorlaufzeit
- ohne Publikum kaum Verkäufe
- Support und Updates bleiben an dir hängen
Erster Schritt: zehn Fragen aus deinem Fachgebiet sammeln.
Faceless Content
Kanäle ohne eigenes Gesicht: Themen-Accounts, Newsletter, Kurzvideos mit Stimme oder Text.
Dafür spricht
- anonym möglich
- geringe Kosten
Dagegen spricht
- stark von Regelmäßigkeit abhängig
- Plattformen ändern Regeln ohne Vorwarnung
Erster Schritt: 30 Tage nach festem Plan veröffentlichen.
Micro-SaaS
Eine kleine Software für eine eng umrissene Zielgruppe, meist im Abo.
Dafür spricht
- wiederkehrende Einnahmen
Dagegen spricht
- hoher Aufbau- und Wartungsaufwand
- Entwicklungswissen nötig
Erster Schritt: fünf Menschen aus der Zielgruppe nach ihrem nervigsten Arbeitsschritt fragen.
E-Commerce
Physische oder digitale Waren über einen eigenen Shop.
Dafür spricht
- greifbare Produkte
- planbare Marge
Dagegen spricht
- Kapital in Ware gebunden
- Versand, Retouren, Rechtstexte
Erster Schritt: Stückkosten inklusive Versand und Retourenquote kalkulieren.
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