Ratgeber · Digital Reselling
Digital Reselling: Was es ist und was erlaubt ist
Digital Reselling heißt, digitale Produkte weiterzuverkaufen oder gegen Provision zu vermitteln: E-Books, Vorlagen, Kurse, Software. Der Begriff wird unterschiedlich benutzt. Hier trennen wir die Varianten und zeigen, worauf es rechtlich ankommt.
Stand: 13.09.2026 · 7 Min. Lesezeit · Redaktion nebenbei.digital
Auf einen Blick
- Kurzdefinition
- Weiterverkauf oder Vermittlung digitaler Produkte anderer Urheber
- Zwei Varianten
- Weiterverkauf mit Lizenz (PLR, MRR, RR) oder Vermittlung gegen Provision (Affiliate)
- Rechtlicher Kern
- Was du darfst, steht allein in der Lizenz (§§ 31, 34, 35 UrhG)
- Startkosten
- ca. 50–500 € (redaktionelle Orientierung)
- Seriös, wenn
- Rechte klar belegt, Produkt hat echten Nutzen, Kennzeichnung stimmt
Zwei Dinge, ein Begriff
Weiterverkauf mit Lizenz: Du erwirbst ein Produkt samt Wiederverkaufsrecht und verkaufst es unter eigenem Namen oder unverändert weiter. Die Einnahme ist deine Marge.
Vermittlung gegen Provision: Viele Kurse, auch The Affiliate Code, nutzen „Digital Reselling“ für das Bewerben fremder digitaler Produkte, bei dem du pro Verkauf eine Provision bekommst. Praktisch ist das Affiliate Marketing. Den Unterschied im Detail erklärt Affiliate vs. Reselling.
PLR, MRR und RR: die Lizenzstufen
Diese Begriffe sind Branchenbegriffe, keine gesetzlichen Definitionen. In der Branche werden sie meist so verwendet:
| Lizenz | Weiterverkaufen | Inhalt ändern | Weiterverkaufsrecht mitgeben |
|---|---|---|---|
| Resell Rights (RR) | ja | meist nein | nein |
| Master Resell Rights (MRR) | ja | meist nein | ja |
| Private Label Rights (PLR) | ja | ja, auch unter eigenem Namen | je nach Lizenz |
Was rechtlich zählt
Nach dem Urheberrechtsgesetz räumt der Urheber Nutzungsrechte ein (§ 31 Abs. 1 UrhG). Ist der Umfang nicht ausdrücklich geregelt, entscheidet der Zweck des Vertrags (§ 31 Abs. 5). Weitergeben darf man ein Nutzungsrecht nur mit Zustimmung des Urhebers (§ 34 Abs. 1), und aus einem ausschließlichen Recht weitere Rechte nur mit dessen Zustimmung einräumen (§ 35 Abs. 1).
Daraus folgt für die Praxis: Du brauchst eine lückenlose Rechtekette vom Urheber bis zu dir, am besten schriftlich. „Mit Resell-Rechten“ in einem Verkaufstext reicht nicht.
Plattformregeln
Marktplätze haben eigene Regeln. Digistore24 verbietet in seinen Produktrichtlinien betrügerische Inhalte, besonders im Bereich „Geld verdienen“. Prüfe vor dem Listing, was die Plattform zulässt.
Vor- und Nachteile
Dafür spricht
- schnell startklar
- kein eigenes Produkt nötig
- Preis beim Weiterverkauf teils selbst bestimmbar
Dagegen spricht
- viele identische Angebote drücken die Marge
- Lizenzfragen sind oft unklar
- Support-Anfragen landen bei dir
- Plattformen können Regeln ändern
Erste Schritte
- 1
Entscheide, ob du weiterverkaufen oder vermitteln willst.
- 2
Lies bei drei Produkten die komplette Lizenz.
- 3
Rechne die Marge nach Plattformgebühren.
- 4
Kennzeichne Werbung und Affiliate-Links.
- 5
Kläre die Gewerbeanmeldung
Häufige Fragen
Ist Digital Reselling legal?
Was ist der Unterschied zwischen PLR und MRR?
Ist Digital Reselling dasselbe wie Affiliate Marketing?
Wie viel kann man mit Digital Reselling verdienen?
Quellen
- § 31 UrhG · Gesetze im Internet · abgerufen am 13.09.2026
- § 34 UrhG · Gesetze im Internet · abgerufen am 13.09.2026
- § 35 UrhG · Gesetze im Internet · abgerufen am 13.09.2026
- AGB und Richtlinien · Digistore24 · abgerufen am 13.09.2026
- Marek Rühl Erfahrungen · Bonuskiste · abgerufen am 12.09.2026